Careleaver Zentrum Dresden

Seminarbericht vom Oktober 2020

Am 09.10. startete das zweite Wochenende der Careleaver-Seminarreihe, an welchem insgesamt 11 Careleaver teilnahmen. Untergebracht war die Gruppe in einem der Open Houses, im naturnahen Kurort Rathewalde. Es handelte sich um ein Selbstversorgerhaus.

Aufgrund des vorangegangenen Lockdowns durch die Corona-Pandemie, konnte das zweite Seminarwochenende erst deutlich später stattfinden, als es ursprünglich geplant war. Individuelle Themen, die bereits innerhalb des ersten Seminarwochenendes aufgegriffen wurden, lagen somit schon mehrere Monate zurück. Um in diesen besonderen Zeiten einen guten Einstieg in die Seminarreihe sowie ein erneutes Kennenlernen der Teilnehmer*innen untereinander zu ermöglichen, wurde im Voraus ein ebenso besonderes Seminarwochenende geplant. Mehrere Kreativ-Workshops, ein flexibler Zeitplan, gemeinsames Kochen sowie Essen und ausreichend Freizeit, die individuell genutzt werde konnte, sollten Inhalt des Seminarwochenendes bilden.

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Seminarbericht vom Juli 2018

Vom 22. bis 24. Juni 2018 fand das zweite Seminarwochenende von insgesamt drei Wochenenden, mit einer Gruppe von 14 jungen Menschen statt, die Careleaver*innen sind und die gemeinsame Erfahrung teilen, das sie in der Kinder- und Jugendhilfe in Wohngruppen oder bei Pflegeeltern leben bzw. gelebt haben. Begleitet wurden sie an diesem Wochenende wieder von 5 Fachkräften des Kinder- und Jugendhilferechtsvereins, die Erfahrungen in der Arbeit mit Gruppen in der Kinder- und Jugendhilfe haben. Nachdem alle Teilnehmer*innen um 17:30 Uhr die Unterkunft, das CVJM-Jugendschiff erreicht hatten, freuten sich alle sehr, über das Wiedersehen bekannter Gesichter und darauf, gemeinsam wieder ein Wochenende als Gruppe zu verbringen.

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Seminarbericht vom Juni 2018

Aus einer Raupe wird ein Schmetterling - Seminarbericht Juni 2018

Wer in der Jugendhilfe lebt, ob in einer Wohngruppe oder bei einer Pflegefamilie, weiß, dass dieses Leben dort ein Ende hat. Meist endet es spätestens mit dem 18. Lebensjahr. Das müsste zwar nicht sein – es gibt auch die Möglichkeit, länger dort zu leben – aber in der Regel beenden die Einrichtungen und die Jugendämter diese Hilfen mit dem 18. Lebensjahr. Wem dieser Wechsel bevorsteht, oder wer ihn schon durchlebt hat, kann sich Careleaver nennen (Care = Hilfe; Leaving = Verlassen).

Careleaver müssen den Übergang vom Leben in der Jugendhilfe hin zu einem selbständigen Wohnen und Leben also früher durchmachen. Und sie sind in der Regel mit mehr Belastungen unterwegs. Sie haben häufig keinen entspannten und belastbaren Kontakt zu den eigenen Eltern, haben häufig wenig finanzielle Unterstützung, können nicht mal einfach nach Hause gehen, um Wäsche zu waschen oder den Computer zu nutzen, können häufig nicht mal so eine Nacht zu Hause schlafe – sie haben insgesamt in vielen Fällen weniger Unterstützung als diejenigen, die bei ihren Eltern aufwachsen konnten. An Careleaver richtet sich diese Seminarreihe.

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Seminarbericht vom August 2017

„Wenn man lange genug in einer Wohngruppe gelebt hat, ist das wie Familie“ – Bericht von einem Seminar mit Careleavern in Dresden im August 2017

Wer in der Jugendhilfe lebt, ob in einer Wohngruppe oder bei einer Pflegefamilie, weiß, dass dieses Leben dort ein Ende hat. Meist endet es spätestens mit dem 18. Lebensjahr. Das müsste zwar nicht sein – es gibt auch die Möglichkeit, länger dort zu leben – aber in der Regel beenden die Einrichtungen und die Jugendämter diese Hilfen mit dem 18. Lebensjahr. Bei wem dieser Wechsel droht, oder wer ihn schon durchlebt hat, kann sich Careleaver nennen (Care = Hilfe; Leaving = Verlassen). Es sind Menschen, die Hilfen verlassen (müssen). Übrigens: Wer zu Hause bei den Eltern aufwächst, zieht im Durchschnitt erst mit 24 ein halb Jahren aus.

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Seminarbericht vom Dezember 2016

Das letzte Wochenende von „Muskepeer 2016“ stand im Zeichen der Erarbeitung der letzten Stichworte für die Ausstellung. Die Muskepeer-Jugendlichen haben an den letzten Treffen seit April 2016 eine Ausstellung unter dem Motto „MUSKEPEER´S, HEIMKINDER, CARELEAVER – Einblicke in das Leben von Jugendlichen in der Jugendhilfe" erarbeitet, die nun konkrete Formen annahm.

Ausgehend von den Diskussionen der vergangenen fünf Seminare soll die Ausstellung folgende Diskurse aufnehmen, die es unter den Jugendlichen gab:

  • Wie und wo leben Jugendliche in Heimen und Wohngruppen der Jugendhilfe? Wie zufrieden sind sie mit ihrer Wohngruppe? Was wollen sie in ihrem Leben erreichen?
  • Wie begreifen die Jugendlichen Beteiligung – was erwarten sie an Beteiligungsthemen und wie vollzieht sich die Praxis in ihren Einrichtungen?
  • Wann fühlen sich Jugendliche in Einrichtungen wohl? Was erwarten sie von erwachsenen Bezugspersonen?

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Seminarbericht vom August 2016

„Ja, Du bist im Heim – niemand will mit Dir zu tun haben. Da fühl man sich auch nicht schön.“ Bericht vom vierten MUSKEPEER- Seminar 2016.

Zum vierten Mal kamen am vergangenen Wochenende (12.-14. August 2016) Jugendliche zusammen, die in sächsischen Heimen und Wohngruppen leben. Ziel der Seminarreihe soll es sein,

  • einen geschützten Raum zur Verfügung zu stellen, damit sich Jugendliche aus der stationären Jugendhilfe austauschen können über ihre Situation,
  • dass die Jugendlichen ihre Rechte kennenlernen, die sie in der Jugendhilfe haben, und lernen, diese auch einzufordern,
  • dass die Jugendlichen ihre Situation im Kontext öffentlicher Erziehungsinteressen mit ihren je eigenen Interessen und Kompetenzen reflektieren, sowie
  • eine Basis zu schaffen für eine gemeinsame Thematisierung ihrer Interessen als junge Menschen, als Träger_innen von Rechten und als Jugendliche in Heimeinrichtungen.

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Seminarbericht vom Juni 2015

Dieser sechste Juni war der bisher heißeste Tag des Jahres mit über 30 Grad im sächsischen Wehlen und wir – arbeiteten. Erneut hatten sich neun Jugendliche aus sächsischen Heimen und Wohngruppen mit vier Teamer_innen getroffen, um an den Themen Kinderrechte und Beteiligung zu arbeiten. Diesmal mit Unterstützung des Förderprogramms „Hoch vom Sofa“ und mit zwei neuen Ideen. Nachdem der Text der Broschüre zu Rechten im Hilfeplanverfahren von den Kids bei den vorherigen fünf Treffen in 20 Tagen erarbeitetet war und nun in ein professionelles Layout gepackt wird, gab es den Wunsch, mit einander noch etwas weiter zu arbeiten. Denn man soll zwar aufhören, wenn es am schönsten ist. Aber erstens kann es immer noch schöner werden und zweitens wäre es fahrlässig, wenn zehn Jugendliche (einer war krank), die sich inhaltlich eingearbeitet haben, nun einfach so auseinander gehen – wenn sie noch etwas zu sagen haben. Es gab noch zwei Ideen, die die Jugendlichen entwickelt haben:

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Seminarbericht vom März 2015

Wie weiter mit den Kinderrechten? Bericht vom 5. Seminar mit Jugendlichen aus sächsischen Heimen und Wohngruppen

Am ersten Lagerfeuer dieses Jahres hat die MUSKEPEER-Gruppe das fünfte Seminar ausklingen lassen. Hinter uns liegen wieder drei sehr intensive Tage, gefüllt mit vielen Geschichten, Diskussion und Erlebnissen. Nachdem die Gruppe im letzten Seminar in Berlin eine Broschüre aus Sicht der Jugendlichen auf das Hilfeplanverfahren entworfen hat, stand nun die Überarbeitung der Texte an. In Kleingruppen wurde auf den Text geschaut und Layout-Überlegungen angestellt. Außerdem wurde überlegt, ob es Sinn hat, sich weitere Male zu Seminaren zu treffen. Eigentlich nämlich ist der gemeinsame Arbeitsauftrag abgearbeitet: Die Broschüre ist erstellt, die Jugendlichen wissen nach eigenen Aussagen über Kinderrechte Bescheid und fühlen sich gestärkt, in ihren Wohngruppen für mehr Beteiligung einzutreten. Um es vorweg zu nehmen: Die Jugendlichen wollen gern weiterarbeiten. Dieses Mal fehlten zwar wieder einige Jugendliche aus der Gruppe wegen Krankheit und Schulbelastung. Insgesamt ist die Gruppe aber sehr gefestigt und arbeitsfähig.

Am Freitag gegen 17:30 kamen alle in Joketa an. Wir starteten mit einer Begrüßung, Nicole Schumann stellte sich vor und dann wurden die Zimmer verteilt.

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Seminarbericht vom Januar 2015

Hilfeplan und Beteiligung: Bericht von einem Seminar mit Jugendlichen aus sächsischen Wohngruppen

Für Kinder und Jugendliche, die nicht mehr bei Ihren Eltern leben können und stattdessen in einer Wohngruppe leben, ist der „Hilfeplan" der zentrale Ort für Entscheidungen über ihr weiteres Leben. Hier kommen meist Eltern, die Jugendlichen selbst, das Jugendamt und jemand aus einer Einrichtung zusammen, um zurückzuschauen, wie das Leben in der Wohngruppe bisher gelang und wie es nun weitergehen soll. Meist werden am Ende Ziele vereinbart, an denen alle arbeiten sollen. Solch ein Hilfeplangespräch kann für Jugendliche und Eltern eine belastende Erfahrung sein, gerade wenn sie sich nicht ausreichend beteiligt fühlen. Nicht immer gelingen die Kommunikation und die Entscheidungsfindung in einem solchen Hilfeplan gut. Denn hier soll beteiligt werden, es sollen alle zu Wort kommen können und am Ende sollen einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Fachleute gehen davon aus, dass der Hilfeplan regelmäßig gerade kein Ort der gerechten Aushandlung über die Hilfe ist. Wir haben uns vorgenommen, mit Jugendlichen, die selbst betroffen sind, darüber zu sprechen mit dem Ziel, mit ihnen gemeinsam eine Broschüre zum Thema Hilfeplanung zu entwickeln.

Im mittlerweile dritten Seminar des Projekts „MUSKEPEER" arbeiteten elf Jugendliche an einem Wochenende im Januar 2015 insgesamt 16 Stunden an den Themen UN-Kinderrechte, Beteiligung in der Wohngruppe und der Aufarbeitung von Hilfeplanerfahrungen.

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Seminarbericht vom November 2014

MUSKEPEER – erste Erfahrungen aus einem Seminar mit Jugendlichen

Der Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, Beteiligungserfahrungen von Jugendlichen, die in Heimen und Wohngruppen leben, zum Thema zu machen. Wir wissen aus sozialwissenschaftlichen Studien, welche Bedeutung für die Wirkung von Erziehungshilfen es hat, dass Jugendlichen beteiligt werden. Wir wissen weiterhin, dass es (1.) Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten braucht, dass es (2.) eine Beteiligungskultur in den konkreten Einrichtungen braucht und es (3.) Erfahrungen mit Beteiligung braucht, damit Beteiligung wirksam umgesetzt werden kann. 

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