Careleaver Zentrum Dresden

"Corona Pakete für frühere Heimkinder" - ein Artikel der sächsischen Zeitung vom 06.11.2020

Ein Ausschnitt:

"Dresden. "House of Dreams" - Haus der Träume - das könnte über einem Casino stehen, oder einen luxuriösen Appartmentkomplex betiteln. Doch in der Neustadt ist der Name auf einem Schild zu lesen, das an einem äußerlich ziemlich unauffälligen Eckhaus hängt.

Seit vergangenem Jahr ist dies die Heimstätte des Careleaver Zentrums Dresden, eines Anlaufpunkts für junge Menschen, die in Heimen oder Wohngruppen ohne ihre Eltern aufgewachsen sind, und danach lernen mussten, auf eigenen Beinen zu stehen. "Care" steht für Obhut, "Leave" für verlassen.

Träger des Projekts ist der Kinder- und Jugendhilferechtsverein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, genau diesen jungen Menschen eine Lobby zu geben und sie in allen Belangen des täglichen Lebens zu unterstützen. Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

Wer sein Heim oder die Wohngruppe verlassen hat, ist häufig nicht ausreichend auf das vorbereitet, was ihn in der "Freiheit" erwartet, sagt Björn Redmann, Gesamtkoordinator des Vereins. Genau aus diesem Grund höre die Hilfe nicht in dem Moment auf, wenn die jungen Leute ihre erste eigene Wohnung beziehen.

Gerade jetzt, in Corona-Zeiten, fühlten sich viele Careleaver besonders einsam, sagt Redmann. "Ehemalige Heimkinder und Pflegekinder haben in der Regel keine Familie, zu der sie einen guten Kontakt haben. Aus den Heimen und Wohngruppen sind sie ausgezogen. Weitere Hilfe von dort können sie kaum erwarten." ...."

Mehr gibt es hier.

"In Kontakt bleiben trotz Corona" - ein Artikel des Neustadtgeflüster am 07.11.2020

Ein Auszug:

"Im Eckbüro an der Prießnitz-/Schönfelder Straße hat das große Packen begonnen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen um Elsa Thurm, der Leiterin des „House of Dreams“ packen dieser Tage Dutzende Päckchen für sogenannte Careleaver. „Das sind junge Menschen, welche die Jugend-Hilfe (Care) verlassen (leave) haben“, erläutert Elsa Thurm.

Seit vergangenem Jahr gibt es dieses Careleaver-Zentrum an der Prießnitzstraße. Es erinnert ein wenig an einen Jugendklub mit Tee- und Kaffeeküche, Lümmelsesseln, Büchern und mehr. Das „House of Dreams“ ist normalerweise ein Treffpunkt für Jugendliche, die in stationärer Jugendhilfe untergebracht waren und nun ins Erwachsenenleben starten.  ..."

Mehr gibt es hier.

"Hilfspakete für Ex-Heimkinder" - ein Artikel der Morgenpost am 07.11.2020

 

 

"Es wird kompliziert…" - ein Artikel des Neustadtgeflüsters am 29.02.2020

Ein Auszug:

" …  wenn der Kinder- und Jugendhilferechtsverein eingeschaltet wird. Der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes musste sie erst schätzen lernen, die Einmischung zum Wohle des Kindes und die Angebote des breit aufgestellten Vereins, der lieber einmal mehr nachhakt, als zu schnell abzustempeln. Ein Engagement,  das Kindern und ihren Familien zugute kommt – und bis ins Erwachsenenalter nachwirkt.

„Wir nehmen eine Rolle ein, die sonst kein anderer einnimmt“, sagt Ulrike von Wölfel. Gemeinsam mit Elsa Thurm hat sie sich Zeit genommen, den Kinder- und Jugendhilferechtsverein und seine Projekte vorzustellen. Der Verein fungiert als ombudschaftliche Beratungsstelle für Eltern und Kinder, wenn es zu Konflikten mit dem Jugendamt kommt. Wenn amtliche Schreiben hilflos machen, wenn eine Inobhutnahme droht, wenn die eigenen Rechte unklar sind… "

Mehr gibt es hier.

"Auf eigenen Beinen" - ein Artikel der sächsichen Zeitung am 02.04.2019

Ein Auszug:

"Als 14-Jährige ging Jessica Böttger freiwillig ins Heim. Jetzt ist sie bereit für eine Zukunft, die sie allein gestalten will.

Bevor sie ihre Mutter verließ, holte Jessica noch die Katze ab. „Ich wollte auf keinen Fall, dass sie bei ihr und ihrem Freund bleibt“, sagt die junge Frau, die heute 20 Jahre alt ist. Mit 14 entschied Jessica Böttger selbst, dass sie in ein Heim möchte. „Meine Mutter hatte mir vorher selbst immer wieder gedroht, dass sie mich dort hinsteckt“, erinnert sie sich. Jetzt schien es für sie die beste von allen schlechten Möglichkeiten zu sein.

Jessica stammt aus Halle an der Saale. Ihre Eltern trennten sich 2006. Obwohl sie eine engere Bindung zu ihrem Vater hatte, blieb sie bei der Mutter. Die habe selbst keine einfache Kindheit gehabt, sagt Jessica, habe später an Depressionen gelitten, wurde kaufsüchtig. Mit der Erziehung ihrer Tochter war sie völlig überfordert. Daheim gab es keine Struktur im Tag, nicht mal geregelte Mahlzeiten. ..."

Mehr gibt es hier.